Als geheimnisvollstes und letztes Zeichen des Tierkreises lösen die Fische alles auf, was sich in den elf Zeichen zuvor gebildet hat und eine ganze Welt ausmacht: Sie sind die eigentlichen Herren der menschlichen Energien und stets von Mysterien umwittert. Der Fisch an sich ist als Person manchmal ungreifbar - denn er hat als kosmische Auflage vom Zeichenherrn Neptun sein tiefgründiges, angeborenes Wissen um letzte Wahrheiten mitbekommen, das er aber ohne den Gegenplaneten, Merkur, niemals formulieren kann.
So wirken die Fische ab und zu wie unsichtbar, da sie das, was sie ahnen, glauben und mit ihren bemerkenswerten inneren Kanälen sogar sehen können, nicht unbedingt an jeder Straßenecke formulieren. Und wenn sie es tun, kann es sein, dass der Rest der Menschheit ihre Sprache einfach nicht versteht. $
Aus diesem Grund finden sich unter ihnen auch viele genialische Künstler, die mit ihren Werken eine Ahnung des Göttlichen in der Schöpfung da vermitteln können, wo Sprache an sich versagt. Ihr Zugang zu diesen Bereichen ist natürlich, komplikationslos und unhinterfragbar und sie erhalten oft so viel Input des Universums, dass es für sie selbst schwierig ist, mit dem Verstand zu begreifen, was sich da ständig offenbart. Daher kommt auch der sprichwörtliche Bezug der Fische zu allem Verrückten, Chaotischen und Verzauberten.
Im Meer des Unbewussten zuhause, geht diesem Sonnenzeichen jegliches Gespür für Struktur und Ordnung ab. Was dazu führen kann, dass es im wirklichen Leben - selten - sogar als Messie endet. Eine weitere Gefahr der genialen Veranlagung der Fische ist die Tatsache, dass nur ein wirklich reines "Gefäß" all die Informationen des Himmels halten kann, denen diese Menschen ständig ausgesetzt sind. Achten sie nicht auf sich und sorgen für eine Absicherung ihrer Wahrnehmung durch Kontakt mit anderen Menschen (was bei vielen Fischen, die gern einsam sind, üblich ist), bekommt ihre Seele leicht Sprünge und sie beginnen dann, in die Welten ihrer Fantasien abzudriften und diese für die Realität zu halten. Denn Neptun ist neben dem Beherrscher der letzten Wahrheiten auch der große Trickser und Täuscher. Da Wahrheit und Lüge in einem Kosmos, indem eigentlich nichts Stoffliches existiert, sondern nur pure Energien, oft sehr nah beieinander liegen, sind die Fische auch bekannt dafür, es manchmal mit der Wahrheit nicht ganz so ernst zu nehmen.
Man kreide es ihnen nicht an, denn diese Angewohnheit spiegelt schlicht ihre überbordenden Talente, hinter all dem Offensichtlichen noch einmal eine andere Wirklichkeit zu spüren und dahinter eine weitere. Wem sich das Leben so wie eine russische Puppe zeigt, der verliert manchmal auch die Kontrolle über seine fünf Sinne und erliegt einer Faszination für Suchtmittel wie Alkohol, Tabletten oder Drogen, die der fischehaften Welt der Illusionen noch mehr Glanz und Farbe geben.
Als die Weisen und Narren des Tierkreises brauchen Fische viel Unterstützung und Menschen, die zu ihnen halten, auch wenn sie gerade durch den Ozean ihrer Innenwelt schwimmen. Kleine Fische benötigen Eltern, die ihrer Fantasie Raum lassen und ihnen das Leben erklären, wenn es zu unübersichtlich wird. Ein eigenes Zimmer ist für sie von größtem Nutzen und ihre Sensibilität für die kleinsten Schwingungen der Atmosphäre muss sehr ernst genommen werden.
Wenn Fische erkranken, dann gern an ihrer Schwachstelle, den Füßen, aber sie sind auch für alle seelischen Störungen anfällig und müssen dann unbedingt versuchen, einen echten Berührungskontakt mit der Umwelt aufzunehmen - was sie über Beobachtung tun können, wie es das Talent ihres gegenüberliegenden Zeichens, der Jungfrau, ist.