Kartenlegen oder Kartomantie

Die Magie der Karten

Wissen Kartenlegen

Kartomantie nennt man das, was jeder einigermaßen esoterisch gesinnte Mensch schon einmal erlebt hat: Denn Kartenlegen ist eins der großen Hilfsmittel vieler Hellsichtiger oder -fühliger, die ihr Talent im Zusammenhang mit bestimmten Symbolen am besten nutzen können.

Ursprünglich brachte fahrendes Volk im Mittelalter die Karten als Schicksalsboten zu großer Popularität und durch die zahlreichen Reisen über die Jahrmärkte und Volksfeste im Mittelalter auch in alle Ortschaften Europas. Selbst in den feinen Salons der besten höfischen Gesellschaft war es ein Brauch, die Karten nach dem Wohl und Wehe (und vor allem Liebes- und Gelddingen) zu befragen. Weit vor dieser Zeit sollen am chinesischen Kaiserhof aber schon erste Geheimkundige den Karten die Aufklärung von Mysterien aller Art entlockt haben. Nach und nach wurde klar, dass zwar fast ein jeder Mensch mit Karten spielen kann - Kartenlegen dagegen erwies sich als eine Kunst, die eben nicht jeder beherrschte, auch wenn sich viele daran versuchten.

Im Wandel der Jahrhunderte machten viele unterschiedliche Decks die Runde, die sich - in der Hand der entsprechenden Experten - immer wieder eine Zeitlang größter Beliebtheit erfreuten. Heute ist das einfache Skatblatt als feste Größe in Kartenlegerkreisen übrig geblieben, natürlich die sogenannten Zigeunerkarten, Kipper Karten, das Deck der Madame Lenormand und das geheimnisvolle Tarot. Was bei all diesen unterschiedlichen Systemen gleich bleibt: Der Kartenkundige muss sowohl Erfahrung mit den verschiedenen Legearten besitzen, als auch einen echten Draht zu den Kräften des Unbewussten haben, um seine Sitzungen überhaupt richtig und hilfreich für den Klienten legen zu können. Dafür benötigen beide Seiten viel Vertrauen und vor allem auch die Bescheidenheit des Experten, sein Ego und seine privaten Ahnungen völlig beiseite zu lassen - damit die Botschaften des Universums über die Lesung "sauber" entschlüsselt werden können.