Ob Spiritismus oder Telepathie, Hellsichtig- und Hellfühligkeit, Spukerscheinungen, Hypnosen, Trancen oder außerkörperliche Erfahrungen - all diese Bereiche der esoterischen Forschung gehören unter das große Dach der Parapsychologie. Da "para" so viel wie "neben" oder "ähnlich" bedeutet, gilt die Parapsychologie als kleine Schwester der Psychologie. Sie beschäftigte sich schon im letzten Jahrhundert mit all den eigentümlichen Phänomenen, die von der sehr ernsthaften Seelenwissenschaft nicht akzeptiert werden wollten.
Jede Form von Okkultismus ist ihre Domäne, und daher wundert es nicht, dass Ereignisse, die in welcher Form auch immer unerklärlich waren, in ihre Domäne fallen. Im deutschsprachigen Bereich gibt es einige wenige Forscher, die sich wissenschaftlich ernsthaft mit übersinnlicher Wahrnehmung und ihren Folgen auseinandersetzen. In anderen Ländern, besonders England oder Amerika, hat die Parapsychologie dagegen eine weitaus ältere Tradition.
Aber auch im asiatischen Raum gibt es Ansätze, die oft tief verwurzelten Glaubensinhalte, die auf wissenschaftlich nicht erklärbaren Annahmen fußen (zum Beispiel Reinkarnation = Wiedergeburt), durch Forschung besser zu hinterfragen. Unsere britischen Nachbarn, die auf ihrer Insel eine besondere Beziehung zu Spuk und Geistern aller Art pflegen, haben sich aus dieser Erfahrung heraus besonders verdient um die Untersuchung von PSI-Phänomenen gemacht. Dort entstand früh der sogenannte "Ghost Club", der viel Zeit, Geld und Mühe in die Analyse der unzähligen Erscheinungen investierte, die mit parapsychologischen Methoden gemessen wurden. In Deutschland hat Hans Bender mit seinem Freiburger Institut für Parapsychologie Enormes für die Parapsychologie geleistet.