Sternzeichen Stier

Stier - Werte, Würde und Wichtigkeit

Tierkreiszeichen & Horoskop

Stier  20. April - 20. Mai


Obwohl der Stier manchmal in seinen Lebensvorstellungen sehr konservativ wirken kann, hat er als zweites Zeichen im Tierkreis eine außergewöhnliche Aufgabe zu erfüllen: Erst durch sein Talent, in allem, was er anfasst, das Besondere, Eigene, zu finden, wird materielles Leben auf der Erde möglich. Stiere sind die Könige des Praktischen - während der Widder schiere Energie verkörpert, die aber schnell erlischt, finden sich in diesem ersten Erdzeichen die Dauerläufer, Dickköpfe und sehr realistischen Verwirklicher. Als Manifestor baut der Stier da schon das Haus fertig, wo der Widder tausend Anfänge macht. Im Bewusstsein seiner eigenen Wichtigkeit, geht er Schritt für Schritt jedes Projekt (was oft andere erdenken) mit der Würde des Realisators an.

Zuhause sind die Stiere in der Welt der Werte und der Wertschätzung - zu der Besitz jeder Art, Eigentum und Eigentümlichkeiten, aber auch das Geld (als materielles Symbol jeder Wertschätzung) gehören. Selbstwert ist für sie so nötig wie frische Luft zum Atmen. Einen Sinn für den eigenen Wert zu entwickeln eine der Hauptaufgaben jedes in diesem Zeichen Geborenen. Alles Stoffliche fällt in seine Zuständigkeit - und so verstehen es viele Stiere schon von Geburt an gut, mit den Geschenken der Wirklichkeit umzugehen. Sie sammeln und horten, hegen und umzäunen. Denn wo der Widder gegen eine Mauer rennt, sitzt der Stier schon dahinter und hat sich seinen eigenen, kleinen Raum erobert. Er braucht Platz für sich, um frei zu sein, dort das zu tun, was er will.

Dabei befinden sich Stiere am liebsten in bester Gesellschaft einer Sippe (oder jeder Art von Ersatzverband - was zur Not auch ruhig eine Bürogemeinschaft sein kann). Er sucht die Sicherheit in der Nähe von Gleichgesinnten - und obwohl die Gemeinschaft mit Menschen, die zu seiner "Herde" gehören, so wichtig ist, macht er manchmal im Leben die Erfahrung, sich von diesem ruhigen System, in das er passt, trennen zu müssen. Denn erst dann wird erlernen, was eine seiner Herausforderungen ist: Alles loszulassen, was er liebt. So werden Stiere nach vielen Trennungserfahrungen von Besitz oder Status (was sie hassen) erst zu den stabilen und tiefgehend menschlichen Ratgebern, als die sie gedacht sind. Nur dann können sie ihrer "Herde" wirklich von Nutzen sein. Da sie energetisch langsam in Bewegung kommen (sie müssen jede Erfahrung erst geruhsam wiederkäuen), lieben sie ein bequemes Umfeld, manchmal sogar Luxus, und schwören auf alle Segnungen der Materie.

Nicht umsonst unterstehen sie der Göttin Venus und sind daher auch talentierte Liebhaber oder sinnesfreudige Beziehungspartner. Allerdings binden sie sich nicht so schnell, da sie ihre sprichwörtliche Loyalität selbst da verfolgt, wo sie gar nicht loyal sein wollen. Eine einmal eingegangene Bindung ist ihnen heilig. Darum heiraten sie manchmal auch nur zögerlich, obwohl sie nichts so sehr lieben, wie die Liebe. Aber sie wissen einfach - einmal gebunden, finden sie nur schwer aus der Verantwortung heraus.

Stierkinder sind genügsam, mögen eine natürliche Umgebung und helfen ihren Eltern gern. Die gesundheitlichen Schwachpunkte dieses Zeichens sind der Hals, die Kehle, die Schilddrüse und die Mandeln. Wenn dort Krankheiten auftreten, ist es gut zu überprüfen, ob der Stier genug Raum zur Selbstabgrenzung zur Verfügung hat oder ihm Verletzungen im Selbstwert zugefügt wurden. Falls ja, werden sich die Befindlichkeitsstörungen bessern, wenn man diese psychischen Konflikte zuerst ausräumt.