Bis heute ist nicht bis ins Allerletzte geklärt, woher das beliebte mystische Kartenspiel, das Tarot, eigentlich stammt. Es könnte sein, dass es seine Wurzeln im sehr ähnlich klingenden Tarockspiel hat, was sich in seiner Bedeutung auf das Wort "Trumpf" bezieht. Passend insofern, als Tarot unter seinen insgesamt 78 Karten 22 Trümpfe, die sogenannte "große Arkana" vorzuweisen hat. Der Begriff Arkanum stammt jedenfalls aus dem Lateinischen und heißt nicht mehr und nicht weniger als "das Geheimnisvolle".
Und sehr mystisch und rätselhaft wirken die großen Karten des Tarot auch. Seine Bilderwelt war es, die Menschen aus aller Herren Länder von Beginn angezogen hat - denn in ihnen finden sich die vielfältigsten Symbole der Geheimlehrer unterschiedlicher Kulturen vereint. Sowohl Runen, als auch kabbalistische Zeichen, Symbole aus der Astrologie oder Alchemie regen die Fantasie jedes Betrachters an, auch wenn er ein absoluter Anfänger in der Auslegung dieser wichtigen Karten ist.
Neben diesen Einsteigern gibt es aber auch eine ganze Reihe an feinstofflichen Energien interessierter Künstler, die sich mit viel Hingabe - zum Teil lebenslang - dem Tarot gewidmet und zuweilen sogar eigene Decks erschaffen haben. Im deutschsprachigen Raum besonders beliebt ist der Haindl-Tarot, Dali erschuf seine eigene, surrealistische Version des Decks und auch Aleister Crowley, der große Magier, hat eine Variante der Karten für sich entdeckt, die seinen besonderen Ansatz, mit den Welten zwischen Himmel und Erde umzugehen, widerspiegelt.
Während die große Arkana auf entsprechend wichtige Lebensereignisse hinweist, deutet man die kleine Arkana aus, sobald es um eher alltäglichere Entwicklungen geht. Einsteiger müssen wissen, dass die vier Farben als Boten von vier Grundbereichen des Daseins gedeutet werden: Kelche symbolisieren Gefühle, Münzen (auch Steine genannt) alles Stoffliche, Schwerter sind ein Sinnbild für alles Geistige und Stäbe zeigen jede Form von Energie des Handelns.